Von der Doppelrolle - LAGROL Kabeltrommelregal

Ein speziell angefertigtes Kabeltrommellager von Kabelmat schafft hohe Kapazitäten und strukturiert die Lagerlogistik der h.team GmbH + Co. KG.

LAGROL Trommelregal

Es ist gerade einmal 14 Jahre her, dass Bernd Haußmann mit zwei Mitarbeitern das Elektrotechnikunternehmen h.team im baden-württembergischen Calw gründete. Heute sind es bereits über 50 Angestellte, die sich um eine lange Kundenliste kümmern. Die Experten für Steckverbinder, Kabelsätze und Feldbussysteme sind spezialisiert auf die Elektrifizierung von Maschinen- und Automatisierungskomponenten. Um das rasante Wachstum des Unternehmens entsprechend zu unterstützen, war eine effektive und funktionierende Lagerlogistik die logische Konsequenz. Ruben Heinzelmann, Einkaufsleiter des h.teams, sagt schmunzelnd: „Über den vorherigen Lagerzustand wollen wir gar nicht erst sprechen. Konzentrieren wir uns lieber auf das neue Lagerregal.“

Um Produktion, Logistik, Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung der elektrotechnischen Komponenten und Systeme unter ein Hallendach zu bringen, hat das Unternehmen vor rund zwei Jahren einen neuen Firmensitz gebaut. Gerade einmal zwei Kilometer trennen das neue, 10.000 Quadratmeter große Gelände vom vorherigen Gebäude.

Ein paar Schritte vorbei am Empfang, geradeaus durch den Gang des Bürogebäudes, einmal links durch die Glastür und schon steht man in der riesigen, teilweise noch leeren Lagerhalle. Fast unwillkürlich fällt der erste Blick nach rechts auf das Kabeltrommelregal. Es ist knapp 20 Meter breit, fünf Meter hoch und dank der vielen verschiedenen Kabelfarben knallbunt. Aus dem Rolltor auf der gegenüberliegenden Seite kommt Fertigungsmitarbeiter Andreas Heselschwerdt herüber. Er schiebt den sogenannten MESSROL, einen manuellen Ring- und Spulenaufwickler von Kabelmat vor Regalfach fünf. „Zügig und ohne Mühe wickle ich damit geringe Stückzahlen von unter 50 Metern ab“, erklärt Heselschwerdt. Und große Losgrößen werden bei h.team vollautomatisch abgelängt und abgemantelt.

Jedes Kabel wird beim Herunterziehen über eine Umlenkrolle zum Bediener geführt - so kommen sich die Leitungen beim Ablängen nicht in die Quere.

Kein Leerlauf

Ruben Heinzelmann beobachtet den Vorgang und sagt: „Hier bewahren wir bis unter die Decke Meterware wie Geber- und Motorleitungen auf. Dieses spezielle Kabellager- und Abwickelsystem haben wir gemeinsam mit Kabelmat entwickelt.“ So entfallen beispielsweise lange Rüstzeiten und mühsames Hin- und Herhieven der Kabeltrommeln, da Heselschwerdt und seine Kollegen mühelos vor dem Regal rangieren können. Das neue Kabeltrommellager von Kabelmat spart enorm viel Platz, nimmt bis zu 220 Trommeln auf und steigert die Produktivität merklich. „Es ist computer-verwaltet und mit unserem EDV-Lagersystem verknüpft“, ergänzt Heinzelmann. „Das heißt, wir können sicherstellen, dass wir nicht leerlaufen, und wissen zu jeder Zeit über die aktuelle Verfügbarkeit unseres Kabelbestandes Bescheid.“

Extrarollen

„Wir haben uns lange überlegt, welchen Anforderungen ein solches Kabellager- und Abwickelsystem gerecht werden muss“, sagt der Einkaufsleiter. Um Platz zu sparen, sollte es dicht an der Wand stehen. Dadurch ist es aber nur von einer Seite zugänglich. Dennoch wollte das h.team die mögliche Kapazität voll ausschöpfen. So wurden – außer in der untersten Reihe – zwei Trommeln je LAGROL-Regalfeld hintereinander geplant. „Das stellte uns vor die Herausforderung, eine geeignete Lösung zu finden, wie wir auch die oberen, an der Wand gelagerten Kabeltrommeln bestücken und abwickeln, ohne unsere Leitungen zu beschädigen oder die Trommeln ständig umzulagern“, erläutert Heinzelmann.

Gemeinsam mit Kabelmat entschieden sie sich für Umlenkrollen. Jedes Kabel wird nun über eine eigene Umlenkung nach unten zum Bediener geführt. So kommen sich die vielen Leitungen nicht in die Quere und das Herunterziehen wird zusätzlich unterstützt. Ein weiterer Clou an diesem System ist die Bremse. Sie funktioniert so: Jede Kabeltrommel wird bei der Erstaufnahme auf eine Trommel­achse gesteckt. Konen zentrieren und fixieren die Trommel so auf der Achse, dass diese nicht mehr lose hin- und herrutscht. Anschließend hängt ein Fertigungsmitarbeiter die Trommel mit ihrer Achse in die Achsschalen ein. Ruben Heinzelmann weiß die Vorteile zu schätzen: „Damit sich die Kabeltrommeln nicht einfach endlos abwickeln, sobald man einmal am Kabel zieht, stoppen die Bremsbeläge der Achsschalen die Achsen und damit die ganze rotierende Trommel. Das heißt, das Kabel läuft zwar leicht, aber nicht unkontrolliert von der Trommel.“

Es sind noch Plätze frei

Noch gibt es freie Fächer im Lagersystem. „Noch“, betont Heinzelmann und fährt fort: „Wir sind ein aufstrebendes Unternehmen und haben den kompletten Neubau auf Wachstum ausgelegt. Hier haben wir auf jeden Fall noch Kapazitäten für die nächsten Jahre frei.“ Und schon kommt Heselschwerdt mit dem Stapler angefahren, hebt mithilfe der aufgesetzten Kabelmat-TROMPLAT-Gabeln Millimeter für Millimeter eine volle Trommel in die Höhe, legt sie in die Achslager und verschwindet dann hinter dem Rolltor.

Bestens vernetzt

Die h.team GmbH + Co. KG im baden-württembergischen Calw ist spezialisiert auf die elektrotechnische Planung und Ausführung von Maschinenverdrahtung jeglicher Art. Sie bietet ihren Kunden aus Automobil, Pharma und Elektronik passende Steckverbinder, clevere Sensorik und optimale Feldbus- oder Datensysteme.